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Kosten des Gesundheitswesens

Mit der wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung des Gesundheitswesens in den Industrieländern nimmt auch der Bedarf nach statistischen Synthesedaten in diesem Bereich zu. Das Bundesamt für Statistik (BFS) publiziert seit 1995 die Statistik der Kosten des Gesundheitswesens in der Schweiz. Die Leistungserbringer (Spitäler, Heime, Ärzte, usw.) stehen je länger je mehr vor dem Problem, wie die - gezwungenermassen begrenzten - Mittel, die von der öffentlichen Hand, den Sozialversicherungen und den Privathaushalten zur Deckung der Gesundheitsbedürfnisse bereitgestellt werden, einzusetzen sind. Ziel dieser Indikatoren ist es, die Kosten des Gesundheitswesens und die Finanzströme in schweizer Franken, sowie die Entwicklung in einem bestimmten Zeitraum aufzuzeigen.
Die Gesundheitskosten werden in den nächsten Jahren weiterhin ansteigen. Die technologischen Fortschritte, die Alterung der Bevölkerung, eine zunehmende Pflegenachfrage sowie der immer höher werdende Grad an Professionalität, Fachlichkeit, Qualität und Komfort sind Faktoren, die zu dieser Entwicklung beitragen. Der Kostenanstieg soll aber die positiven Seiten des medizinischen Fortschritts und die Vorteile unseres Pflegesystems – sowohl in Bezug auf die Langlebigkeit und das Wohlsein der Bevölkerung, als auch in rein wirtschaftlicher Hinsicht – nicht überschatten. Der Gesundheitsbereich ist einer der wichtigsten Sektoren, der zahlreiche Arbeitsstellen bietet. Der Anstieg der Gesundheitskosten steht folglich auch mit dem Personalwachstum in den Gesundheitsstrukturen und mit den Lohnerhöhungen im Zusammenhang.  
 
Eine verantwortungsvolle und auf die Pflegequalität und die Patientensicherheit ausgerichtete Gesundheitspolitik zu führen, heisst den besten Mittelweg zwischen den wachsenden und möglicherweise unbegrenzten Gesundheitsbedürfnissen und den zur Verfügung stehenden und länger je stärker begrenzten Finanzressourcen zu finden. Heutzutage muss man sich eingestehen, dass die Medizin, die Medikamente, die Technologien und die Gesundheitsinstitutionen nicht auf jede Frage eine Antwort haben, selbst wenn ihnen unbegrenzte Mittel zur Verfügung stehen würden. Zu guter Letzt geht es darum, einen ganzheitlichen Ansatz des Gesundheitswesens zu schaffen, indem durch bedeutend einfachere, nützlichere und weniger kostspielige Mittel (Prävention, Gesundheitsförderung) eine Verbesserung des Gesundheitszustands der Bevölkerung angestrebt wird, statt einzig auf die Anhäufung medizinisch-sanitärer Technologien zu setzen.
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