Todesursachen

Dieser Indikator stellt die Todesursachen nach Geschlecht und Alter, die standardisierten Mortalitätsraten nach Todesursachen, sowie die verlorenen potenziellen Lebensjahre vor 75 Jahre dar.

Die unten dargestellten Ergebnisse basieren auf der ständigen Wohnbevölkerung, d.h. Schweizerinnen und Schweizer mit Hauptwohnsitz in der Schweiz sowie Ausländerinnen und Ausländer, die seit mindestens 12 Monaten eine Aufenthaltsbewilligung haben oder sich seit mindestens 12 Monaten in der Schweiz aufhalten (B/C/L/F/N-Bewilligung oder EDA-Bewilligung, sprich internationale Beamte, Diplomaten und deren Familienangehörige). Todesfälle von Personen mit ständigem Wohnsitz in der Schweiz und im Ausland werden berücksichtigt.

Synthese

Im Wallis starben im Jahr 2016 insgesamt 2‘611 Menschen. Die beiden Haupttodesursachen waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs (fast 60% der Sterbefälle waren auf diese beiden Faktoren zurückzuführen). Die Lungenkrankheiten sowie die Unfälle und gewaltsamen Todesfälle machen zusammen 14% der Sterbefälle bei Männer und 12% bei Frauen aus.

Im Wallis sterben Männer viel häufiger als Frauen eines gewaltsamen Todes, welcher bei jungen Leuten (15-39 Jahre) die bei weitem häufigste Todesursache darstellt. Die Inzidenz der Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt mit dem Alter, und sie sind die Ursache für fast 34% der Todesfälle bei Männer und 37% bei Frauen über 80 Jahren im Wallis. Bei den 40- bis 79-Jährigen ist Krebs die Haupttodesursache.

Die standardisierten Mortalitätsraten (auf die europäische Standardbevölkerung (ESP 2010)) nach Todesursachen haben sich zwischen 2000 und 2016 deutlich verringert. Die standardisierten Mortalitätsraten der Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erste Todesursache im Wallis, sind von 579 auf 294 bei Männer und von 355 auf 199 bei Frauen gesunken. Die Tendenz gleicht derer der Krebserkrankungen.

Die vor dem Alter von 75 Jahren verlorenen potenziellen Lebensjahre (VPLJ) sind ein weiterer Indikator der vorzeitigen Sterblichkeit. Jeder Todesfall, der vor dem Alter von 75 Jahren auftritt, ist angerechnet, jedoch wird der Fokus eher auf Menschen, die in weitaus jüngeren Jahren sterben, gerichtet. Im Jahr 2016 sind 559 Männer im Wallis noch vor ihrem 75 Lebensjahr verstorben und schlugen mit etwa 4‘455 VPLJ zu Buche; im gleichen Zeitraum sind 310 Frauen vor ihrem 75. Lebensjahr verstorben, das entsprach etwa 2‘382 VPLJ. In VPLJ gerechnet, werden Herz-Kreislauf-Erkrankungen von Krebserkrankungen und gewaltsamem Todesfällen zahlenmässig überragen.

Todesursachen nach Geschlecht

Todesursachen, Männer, 2016

  1. Wallis

     

  2. Schweiz

Todesursachen, Frauen, 2016

  1. Wallis

     

  2. Schweiz

Todesursachen nach Alter, Wallis, 2016

  1. Männer

     

  2. Frauen

     

Verlorene potenzielle Lebensjahre

Anzahl der verlorenen potenziellen Lebensjahre (VPLJ) vor dem 75. Lebensjahr nach Todesursachen, Wallis, 2014

Sterblichkeitsrate für 100'000 Einwohner nach Todesursache

Männer

  1. Wallis

     

  2. Schweiz

     

Frauen

  1. Wallis

     

  2. Schweiz

     

Zwischen 2000 und 2016 ist im Wallis die standardisierte Sterblichkeitsrate für 100'000 Einwohner der Männer, unabhängig von der Todesursache, von 1‘507 auf 998 (-34%) zurückgegangen; jene der Frauen, von 849 auf 670 (-21%). Die markantesten Rückgänge waren bei der Sterblichkeit infolge von Herz- und Gefässkrankheiten (Männer: -49%, Frauen -44%), sowie infolge von Krebserkrankungen (Männer :-28%, Frauen: -15%) zu verzeichnen.

 


Zusätzliche Informationen

Excel-Quelldokument

Bibliographie und Datenquellen:

  • Bundesamt für Statistik (BFS), Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung (BEVNAT), 2017.
  • Bundesamt für Statistik (BFS), Statistik der Bevölkerung und der Haushalte, 2020
  • Bundesamt für Statistik (BFS), Statistik der Todesursachen und Totgeburten, 2020
  • Wahlen R, Favre F, Gloor V, Clausen F, Konzelmann I, Fornerod L, Chiolero A, Walliser Gesundheitsobservatorium (DGW). Die Gesundheit der Walliser Bevölkerung 2015, 5. Bericht. Wallis. Oktober 2015.
  • Eurostat's task force, Revision of the European Standard Population, 2013.
  • Bundesamt für Statistik (BFS), Wohnbevölkerung nach Altersjahr bzw. Fünfjahresaltersklassen und Zivilstand sowie Geschlecht, Eidgenössische Volkszählung 2000 (Tabelle 1.101-00.00), 2011.
  • Capewell S, O'Flaherty M. What explains declining coronary mortality? Lessons and warn-ings. Heart 2008; 94(9):1105-8.
  • Chiolero A, Marty-Tschumi E, Gervasoni J-P, Luthi J-C. L Die Gesundheit der Walliser Bevölkerung, 2004 dritter Bericht.  Septembre 2004.
  • Levi F, La Vecchia C. Épidémiologie et tendances du cancer en Suisse. Bulletin du Cancer 2007; 94(9):775-80.
  • Levi F, Lucchini F, Negri E, La Vecchia C. Trends in mortality from cardiovascular and cere-brovascular diseases in Europe and other areas of the world. Heart 2002; 88(2):119-24.
  • Luthi, JC., Favre, F. Die Gesundheit der Schüler im Kanton Wallis (11-bis 15-Jährige) 1994-2006. Walliser Gesundheitsobservatorium, 2009.