Finanzen der SPITEX-Dienste

Dieser Indikator zeigt einige Finanzergebnisse im Zusammenhang mit den SPITEX-Diensten im Wallis.

Detaillierte Finanzdaten der SMZ finden Sie im Excel-Quelldokument dieser Seite.

Finanzierung der SPITEX-Dienste

Die Kosten der SPITEX-Dienste verteilen sich zwischen den Kosten in Zusammenhang mit der Pflege (Pflege zu Lasten der obligatorischen Krankenversicherung (KVG-Pflege), Medikamente, medizinisches Material) und den Kosten, die nicht mit der Pflege verbunden sind (Hilfe zu Hause, Mahlzeiten, Transporte, usw.), d.h. Kosten, die nicht zu Lasten der obligatorischen Krankenversicherung sind.

Die Finanzierung der Pflege zu Hause zu Lasten der obligatorischen Krankenversicherung ist auf Bundesebene im Rahmen des KVG geregelt. Vor 2011 war lediglich die Finanzierung der obligatorischen Krankenversicherung für die KVG-Pflege (Finanzierung der Krankenversicherer) festgelegt. Seit 2011 leistet die Krankenversicherung nur einen Grundbeitrag, während die Kantone die Restfinanzierung (Beitrag des Kantons und der Gemeinden, Beitrag der Begünstigten) regeln. Die Kosten der Hilfe zu Hause (Besorgen des Haushalts, Waschen, Bügeln, Einkaufen, usw.) gehen zu Lasten der Begünstigten. Die SPITEX-Dienste dürfen auch Betriebssubventionen erhalten oder über eine Defizitdeckungsgarantie von der öffentlichen Hand verfügen.

 

Aufwand

Gesamtaufwand der SPITEX-Dienste, Wallis, seit 2007 (in Mio. CHF)

 

Finanzierung

Verteilung der Einnahmen der SPITEX-Dienste, Wallis, 2017 (in %)

Die SPITEX-Dienste werden durch drei Hauptfinanzierer finanziert: von der öffentlichen Hand, den Sozialversicherungen (hauptsächlich die obligatorische Krankenversicherung) und den Begünstigten.

Gemäss der Walliser Gesetzgebung übernimmt nur die öffentliche Hand (Kanton und Gemeinden) den Restbeitrag an die Pflegekosten. Der Kanton und die Gemeinden subventionieren ausserdem den Ausgabenüberschuss der Betriebsausgaben (Defizitsdeckung). Diese Subventionierung betrifft nur die fünf sozialmedizinischen Zentren, die über einen Leistungsauftrag des Kantons Wallis verfügen. Die Begünstigten bezahlen die Hilfe zu Hause.

Im Jahre 2017, ausser Subventionierung der öffentlichen Hand, stellen Pflegeleistungen die Haupteinnahmequelle der SPITEX-Dienste (75.1% des Gesamtertrags). Die Kosten der Pflegeleistungen werden durch die Versicherer (75%) und die öffentliche Hand (25%) übernommen.


Zusätzliche Informationen

Excel-Quelldokument

Bibliographie und Datenquellen:

  • Statistik der Hilfe und Pflege zu Hause (SPITEX), Daten des Kantons Wallis 2007-2017, Walliser Gesundheitsobservatorium (WGO) und Bundesamt für Statistik (BFS).
  • Finanzierung der sozialmedizinischen Zentren, Walliser Dienststelle für Gesundheitswesen (DGW), 2014.
  • Kantonale Statistik der sozialmedizinischen Zentren, 2002-2017, Dienstelle für Gesundheitswesen (DGW) und Walliser Gesundheitsobservatorium (WGO).
  • Bericht des Staatsrats an den Grossen Rat zur Gesundheitspolitik 1999-2008: Feste Grundlagen für das 21. Jahrhundert. Walliser Dienststelle für Gesundheitswesen (DGW), Januar 2009.
  • Die Betreuung betagter Personen, Departement für Gesundheit, Sozialwesen und Energie (DGSE), August 2005.